"Hersfelder Zeitung" vom 19. Aug. 2006:
Das Schöne, das mal war.
Als eine von 34 Egerländern kam Elisabeth Fischer 1946 in Rautenhausen an
Von Wera Walger
Rautenhausen. Elisabeth Fischer, geb. Maier, wurde 1932 in Maiersgrün im Egerland geboren. 1946 wurde ihre Familie von dort vertrieben. Die Maiers verbrachten eine Zeit in einem Lager in Marienbad, kamen dann ins Auffanglager Weissenhasel. Ihnen und drei anderen Maiersgrüner Familien wurde Rautenhausen als neues Zuhause zugewiesen. (.......)
"Meine Familie wollte erst keiner haben, weil wir so viele waren", erinnert sich Elisabeth Fischer. Mit drei Geschwistern, zwei Großmüttern, Onkel und Tante kam Familie Maier an. (......)
Elisabeth Fischers Mutter war 1942 gestorben, 38 Jahre alt. Im Jahr zuvor war das Haus abgebrannt. "Über Nacht waren wir arm." Und ihr Vater wurde als Ortsvorsteher nach Kriegsende für einige Zeit in ein Internierungslager gesperrt. Er kam dann später nach Rautenhausen nach. (......)
Als sie fast 18 war, lernte sie ihren späteren Mann Otto kennen. Otto Fischer, in Bebra geboren, war in Kassel ausgebombt worden. Die kleine Familie kam zunächst bei Ottos Eltern in Cornberg unter, dann in Kassel, wo Otto Fischer als Fernmeldetechniker arbeitete.
Drei Kinder haben die Fischers, Monika, Wolfgang und Elke, und sechs Enkelkinder. Seit 1961 leben sie wieder in Rautenhausen.